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		<title>Umbau</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Dec 2008 00:33:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kaesper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht über Fehler oder das Standarddesign wundern, es wird kräftig umgebaut.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht über Fehler oder das Standarddesign wundern, es wird kräftig umgebaut.</p>
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		<title>Frohe Weihnachten</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Dec 2006 00:01:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kaesper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich wünsche allen Lesern frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2007.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wünsche allen Lesern frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2007.</p>
<div id="attachment_22" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.michaelkaesper.de/wp-content/uploads/2006/12/krippe.jpg"><img class="size-full wp-image-22" title="krippe" src="http://www.michaelkaesper.de/wp-content/uploads/2006/12/krippe.jpg" alt="Krippe" width="460" height="237" /></a><p class="wp-caption-text">Krippe</p></div>
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		<title>Michas Jingle-Player wieder da</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jun 2006 21:15:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kaesper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für alle Interessierten: Schon seit ein paar Wochen steht mein Jingle-Player wieder zum Download bereit. Die Neuerungen haben unter der Haube stattgefunden und machen den Weg frei für künftige Funktionen. Mehr Informationen und den Download gibt es auf der offiziellen Seite www.michasjingleplayer.de.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_26" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.michaelkaesper.de/wp-content/uploads/2006/06/player.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-26" title="Michas Jingle-Player Screenshot" src="http://www.michaelkaesper.de/wp-content/uploads/2006/06/player-150x150.jpg" alt="Michas Jingle-Player" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Michas Jingle-Player</p></div>Für alle Interessierten: Schon seit ein paar Wochen steht mein Jingle-Player wieder zum Download bereit. Die Neuerungen haben unter der Haube stattgefunden und machen den Weg frei für künftige Funktionen. Mehr Informationen und den Download gibt es auf der offiziellen Seite <a title="Michas Jingle-Player Website" href="http://www.michasjingleplayer.de" target="_blank">www.michasjingleplayer.de</a>.</p>
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		<title>Archivierte Kolumnen</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2005 16:14:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kaesper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archivierte Kolumnen]]></category>
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		<description><![CDATA[Alle Artikel vor diesem sind archivierte Kolumnen und stammen von der alten Homepage. Damit sie nicht verloren gehen, habe ich sie in das Blog übernommen. Da das Entstehungsdatum der Kolumnen leider nicht bekannt ist, habe ich der Einfachheit halber alle Kolumnen auf 2005 datiert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Artikel vor diesem sind archivierte Kolumnen und stammen von der alten Homepage. Damit sie nicht verloren gehen, habe ich sie in das Blog übernommen. Da das Entstehungsdatum der Kolumnen leider nicht bekannt ist, habe ich der Einfachheit halber alle Kolumnen auf 2005 datiert.</p>
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		<title>Pentium III GTI</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2005 16:12:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kaesper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Um allen Missverständnissen im Voraus den Boden unter den Füßen zu entziehen: Der Pentium III GTI ist kein neuer Prozessor. Aber sie kennen doch sicherlich alle dieses Stück automobiler Geschichte, das an Bekanntheit langsam dem VW Käfer den Rang abläuft – den VW Golf, bevorzugt in der sportlichen GTI-Variante? Die einen kennen den Golf als]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um allen Missverständnissen im Voraus den Boden unter den Füßen zu entziehen: Der Pentium III GTI ist kein neuer Prozessor.</p>
<p>Aber sie kennen doch sicherlich alle dieses Stück automobiler Geschichte, das an Bekanntheit langsam dem VW Käfer den Rang abläuft – den VW Golf, bevorzugt in der sportlichen GTI-Variante? Die einen kennen den Golf als kleines Auto für den Einkauf, vornehmlich von weiblichen Fahrern bewegt. Diese sind nur selten typische GTI-Fahrer, GTI-Fahrer, das sind wahre Männer, die Krone der Schöpfung.<br />
<span id="more-10"></span><br />
Und wenn man zur Krone der Schöpfung gehört, muss man das auch zeigen. Denn so ein Auto ist natürlich auch ein prima Schaustück. Hier kann sich der Besitzer austoben und das Gefährt nach seinem Gunsten verschönern. Hier wird ein Spoiler angeschraubt, dort wird die allzu zierliche Bereifung durch Gummi-Walzen ersetzt, die von der Größe her einer Dampfwalze die Tränen in die Augen treiben würde.</p>
<p>Manchmal bleibt es auch nicht nur beim Tuning der äußeren Optik. Dann wird am Motor verändert, was machbar ist. Mit viel Chrom im Motorraum fährt der Wagen zwar keinen Deut schneller, sieht dafür aber besser aus – zumindest, wenn sich die Besitzer ganz der deutschen Vereinsmeierei folgend zusammenrotten und zeigen, was sie haben. Vornehmlich auf Wiesen oder sonstigen großen Grundstücken trifft sich dann so ein Grüppchen, stellt die Golf GTI militärisch genau in eine Reihe und öffnet die Motorhauben – „Golfs, präsentiert den Motooor!“, möchte man fast ausrufen.</p>
<p>Was das nun mit Computern zu tun hat? Computer haben schließlich in den allerseltensten Fällen Räder und ein Auspuff zum Verchromen gibt es auch nicht.</p>
<p>Aber trotzdem: Der Trend zum PC, der anders aussieht als der des anderen, nimmt zu. Mausgraue Kisten unter dem Schreibtisch sind out. Die ersten umlackierten Gehäuse wurden schon gesichtet, teilweise kann man sie sogar schon fertig kaufen. Nicht, dass ich etwas dagegen hätte, nein, etwas Farbe im computergrauen Alltag kann nichts schaden.</p>
<p>Leider hört es beim optischen Tuning an der Außenseite da auch schon auf. Die Anbringung diverser Spoiler wäre zwar möglich, aber wenig sinnvoll. Schon oft gesehen wurden allerdings zusätzliche Lüftungslöcher und Aussparungen für Lüfter, damit der Rechner auch immer einen kühlen Kopf &#8211; Verzeihung, eine Kühle CPU &#8211; behält.</p>
<p>Und damit wären wir auch schon beim Innenleben angelangt. In Zeiten, in denen alle Komponenten mehr oder weniger gleich sind, muss man sich natürlich irgendwie von der breiten Masse abheben.</p>
<p>Gerade das Übertakten ist zum Volkssport geworden. Überall im Netz findet man Hinweise mit welchen absonderlichen Methoden CPUs übertaktet werden können, um noch etwas mehr Leistung aus ihnen herauszukitzeln. Nicht dass dieses unbedingt nötig wäre, aber schon allein der Gedanke, dass es möglich sein könnte, weckt bei vielen den Heimwerker. Da ein solch übertakteter Prozessor heißer wird als gewöhnlich, ist natürlich eine geeignete Gegenmaßnahme zu ergreifen. Noch harmlos sind da diverse Kühler von unvorstellbarer Größe. Ein besonderes Schmankerl ist da die Orb-Reihe. Diese Kühler zeichnen sich vor allem durch ihre recht elegante Form und noch viel mehr durch ihre Farben aus. Die extravagante Form könnte sogar hilfreich bei der Wärmeabfuhr sein, aber die Farbe ist wirklich nur ein Gag. Schade nur, dass man sie im Inneren des Rechners nicht sieht, der ist ja meistens geschlossen.</p>
<p>Ähnlich sinnig sind AOpens Motherboards. Die als Black Beauty bekannte Reihe zeichnet sich durch eine schwarze Platinenoberfläche und einen Kühler mit Gold- oder Platin-Auflage aus. Die Auflegen und die schwarzen Oberflächen bringen technisch gesehen nichts, sehen einfach nur gut aus. Ein neuer Vetreter ist das als „Sweet Kiss“ bezeichnete Board. Es ist komplett (inklusive Kühler) in Rosa gehalten. AOpen will wohl die weibliche oder weiblich veranlagte Kundschaft anlocken. Aber auch hier: Der Rechner ist im Normalfall geschlossen. Oder sollte und der Name des Hersteller (A-Open) da etwas sagen wollen?</p>
<p>Richtig, da ist die Analogie zum GTI-Fahrer: Der Rechner muss ähnlich der Motorhaube des Golfs geöffnet sein, damit man was davon sieht. Also muss auch hier ein Treffen organisiert werden. In Fachkreisen nennt sich das natürlich nicht Golf-GTI-Treffen, sondern LAN-Party und hier versammelt man sich zum Wettprotzen mit den Rechnern, ganz so, als habe man einen Pentium III GTI.<br />
Da stehen die Rechner in Reih und Glied mit geöffneten Gehäuse. Man möchte fast ausrufen „Rechner, präsentiert das Board!“</p>
<p>Vielleicht erfindet ja noch ein fleißiger Chemiker ein Medikament, das das Gehirn einfärbt. Dann könnten sich die Leute, die schon einen GTI und innen farbigen Rechner besitzen, sich treffen, sie in Reih und Glied aufstellen, den Schädel aufsägen und ich würde rufen „Idioten, präsentiert das Gehirn!“ Aber viel zu sehen gäbe es wahrscheinlich nicht.</p>
<p><em>(Genaues Datum unbekannt)</em></p>
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		<title>Schreiben</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2005 16:11:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kaesper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archivierte Kolumnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Da sitze ich wieder. Nicht vor einem weißen Blatt Papier, aber vor einem fast weißen Bildschirm. Eine neue Kolumne ist fällig, der Titel steht schon, &#8216;Schreiben&#8217; soll er heißen. Eine richtige Idee habe ich nicht. Beim Brüten fällt mein Blick auf die Uhr und mir auf, dass es fast Mittag ist. Ich verschiebe also erst]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da sitze ich wieder. Nicht vor einem weißen Blatt Papier, aber vor einem fast weißen Bildschirm. Eine neue Kolumne ist fällig, der Titel steht schon, &#8216;Schreiben&#8217; soll er heißen. Eine richtige Idee habe ich nicht. Beim Brüten fällt mein Blick auf die Uhr und mir auf, dass es fast Mittag ist. Ich verschiebe also erst mal die Fortsetzung der Kolumne und haue ein Ei in die Pfanne.<br />
<span id="more-9"></span><br />
Nach dem Essen sitze ich wieder vor dem quälend weißen Bildschirm. Die Ideen prasseln nicht gerade auf mich ein. Alles, was prasselt, ist der Regen an die Fensterscheibe. Eine Flucht vor dem Weiß der Ideenlosigkeit in einen Spaziergang fällt also im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Ich bevorzuge die Trockenheit. Aber richtig, die Wäsche im Keller müsste trocken sein. Also verbringe ich die nächsten zwei Stunden mit dem Abhängen und Falten von Wäsche. Und da ich schon dabei bin, sorge ich auch für völlig Trockenheit und saubere Falten, indem ich das Bügeleisen zum Einsatz kommen lasse. Die weißen Hemden müssen gebügelt werden. Weiß? Da war doch was&#8230;</p>
<p>Jede Flucht hat einmal ein Ende. Wieder vor dem Monitor sitzend, stelle ich fest, dass es Heinzelmännchen entweder nicht gibt oder dass sie noch nicht mit der modernen Technik vertraut sind. Sollte die Bande aber schleunigst nachholen, denn mein Bildschirm ist immer noch leer.</p>
<p>Draußen regnet es immer noch, keine Fluchtmöglichkeit. Anscheinend trauen sich bei diesem Mistwetter selbst Ideen nicht auf die Straße. Zumindest hat keine einzige an meine Tür geklopft. Können Ideen eigentlich nass werden? Oder ist das nur eine billige Ausrede?</p>
<p>Inzwischen habe ich mich aufgemacht. Auf zum Kühlschrank, denn es ist Nachmittag geworden, Zeit für einen Imbiss. Da ich mir fest vornehme, beim Essen Ideen zu entwickeln und zumindest einen Anfang zu finden, nehme ich ein Knäckebrot und einen Kaffee mit zum Rechner.</p>
<p>Erwartungsgemäß befindet sich nach dem Verzehr immer noch nicht mehr auf dem Bildschirm als am Vormittag. Obwohl: Der Bildschirmschoner hat sich eingeschaltet und zeigt eine hübsch animierte Uhr, deren Sekundenzeiger sich mit mindestens dem Faktor 10 zu langsam bewegt.</p>
<p>Ich lasse meinen Blick auf der Suche nach Einfällen im Zimmer umherschweifen und entdecke die Krümel, die das Knäckebrot auf und in meiner Tastatur hinterlassen hat. Das bringe ich natürlich gleich in Ordnung. Der Staubsauger zieht alle Krümel raus und auch noch diversen anderen Schmutz mehr. War auch wirklich mal Zeit. Ich habe meinen fleißigen Staubsauger im Verdacht, dass er auch sämtliche Ideen aufgesaugt haben könnte. Also entreiße ich ihm seinen Beutel, finde aber nichts. Als Entschuldigung für die falschen Verdächtigungen spendiere ich ihm einen neuen Beutel.</p>
<p>Inzwischen ist es fünf Uhr. Schon etwas spät zum Schreiben. Und ich habe ja auch seit dem frühen Vormittag am Rechner gesessen. Lange genug, beschließe ich. Morgen kann ich ja auch noch schreiben.</p>
<p><em>(Genaues Datum unbekannt)</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Seltenmelder</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2005 16:09:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kaesper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archivierte Kolumnen]]></category>

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		<description><![CDATA[So, die Wohnung wäre jetzt weihnachtlich geschmückt, jetzt habe ich Zeit für Sie, liebe Leser. &#8211; Oh, einen kleinen Augenblick noch, das Telefon klingelt. Aha, die Ulla, eine Schulfreundin meiner Mutter ist dran und will mit meiner Mutter reden. Ja, es ist wieder kurz vor Weihnachten, dem Fest der Liebe, des Friedens, der Ruhe und]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, die Wohnung wäre jetzt weihnachtlich geschmückt, jetzt habe ich Zeit für Sie, liebe Leser. &#8211; Oh, einen kleinen Augenblick noch, das Telefon klingelt.</p>
<p>Aha, die Ulla, eine Schulfreundin meiner Mutter ist dran und will mit meiner Mutter reden. Ja, es ist wieder kurz vor Weihnachten, dem Fest der Liebe, des Friedens, der Ruhe und der Begegnung. Bei all diesen Attributen drückt natürlich das schlechte Gewissen, sich eine halbe Ewigkeit nicht mehr gemeldet zu haben und diese Ewigkeit dauerte bei Ulla bis gerade ziemlich genau ein Jahr.<br />
<span id="more-8"></span> Natürlich ist meine Mutter wie jedes Jahr hellauf begeistert, weil man sich ja so viel zu sagen hat, wenn man sich einmal im Jahr spricht. Hm, gerade fünf Minuten vorbei und die Leitung ist wieder frei. Da gab es wohl doch nicht so viel zu erzählen.</p>
<p>Aber wo ich schon bei Bekannten bin, kann ich ja auch gleich weiter darüber schreiben.<br />
Neben den „Seltenmeldern“ untern den Verwandten und Bekannten gibt es natürlich auch die, die sich gar nicht genug melden können und sie es nur aus purer Neugierde. Das sind die, die sich mindestens einmal die Woche telefonisch auf den neusten Stand bringen wollen.<br />
Aber so kurz vor Weihnachten ergreifen sie dann die große Chance und erscheinen persönlich. Denn wer würde einen Verwandten schon an der Tür abweisen? Niemand natürlich. Aber wenigstens bedeutet so ein Besuch auch Geschenke. Die wollen allerdings auch erwidert werden, also doch nicht so toll, wieder mehr Geschenke besorgen.</p>
<p>Auch Spendenorganisationen, von denen man das ganze Jahr über nichts hört, klopfen in dieser herzlichen Zeit gerne an die Tür, sei es persönlich oder per Brief. Fast wie Verwandte. Dort hungern Kinder Afrika, zu wenig Nahrung gibt es in einem Kaff in Indien und zur Abwechslung geht es mal allen in Südamerika schlecht.<br />
Ich würde ja gerne jedem Armen auf der Welt etwas von meinem westlichen Wohlstand abgeben, aber dafür reicht wohl das gesamte Geld, dass ich in meinem Leben schon verdient habe bzw. noch verdienen werde, nicht aus. Also ziehe ich wie jedes Jahr aus dem Stapel von ca. 25 Bittbriefen einen heraus, dessen Absender ich dann bedenken werde. Hm, schon wieder ist es ein Brief der Gmeiner-Stiftung. Das muss wohl an den äußerst dicken Umschlägen liegen, die vor beigelegter Karten, Kalender und Anhänger nahezu bersten. Nein, dieses Jahr suche ich einen anderen Brief heraus, von einer Organisation die es nicht nötig hat, mit vielen Gimmicks um die Gunst des Spenders zu buhlen.</p>
<p>Und da klingelt auch schon wieder das Telefon. Ich muss da jetzt mal rangehen, vielleicht noch ein Seltenmelder? Dabei fällt mir ein, dass ich mich bei manchen auch nicht sehr häufig melde. Ich glaube, das werde ich jetzt mal erledigen.<br />
Wenn sie mich dann mal für heute entschuldigen würden, ich melde mich dann auch bestimmt wieder, spätestens zu Weihnachten in einem Jahr.</p>
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		<title>Die Rache der Laubsauger</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2005 16:03:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kaesper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archivierte Kolumnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist dunkel. Ich liege halb wach in meinem Bett. Etwas muss mich geweckt haben. Langsam wache ich ganz auf. Ich kann wieder einen klaren Gedanken fassen. Mein Blick fällt auf den Wecker. Erst zehn Uhr früh. „Erst“, wenn man bedenkt, dass ich gerade mal 5 Stunden die Matratze gewärmt habe. „Aber der Wecker kann]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist dunkel. Ich liege halb wach in meinem Bett. Etwas muss mich geweckt haben. Langsam wache ich ganz auf. Ich kann wieder einen klaren Gedanken fassen. Mein Blick fällt auf den Wecker. Erst zehn Uhr früh. „Erst“, wenn man bedenkt, dass ich gerade mal 5 Stunden die Matratze gewärmt habe. „Aber der Wecker kann es nicht gewesen sein“, denke ich ich noch, „den habe ich doch abgestellt.“ Immerhin ist Samstag, also Wochenende. Die einzigen beiden Tage, an denen ich richtig und ungestört ausschlafen kann.<br />
<span id="more-7"></span><br />
Da, das muss es gewesen sein, ein laut summendes Geräusch. Sollte etwa die Nachbarin gerade heute mit dem Staubsauger für Ordnung sorgen? Nein, denn auch ihr ist das Wochenende heilig. Freitag ist Putztag bei ihr. Da ist es schon wieder, aber viel lauter. Nein, das kann nicht von nebenan kommen, die Wurzel des Übels muss sich draußen befinden.</p>
<p>Ich wälze mich langsam aus dem Bett. Es ist kalt, wieder mal vergessen, die Heizung auf Automatik zu schalten. Rasch suche ich meine Socken, um mich vor dem Frost und der Gefahr, am Teppich festzufrieren, zu schützen. Noch etwas schlaftrunken bewege ich mich langsam und so grazil, wie es mein Zustand erlaubt, in Richtung Fenster. Der Rollladen ist heruntergelassen. Auch durch ihn hindurch dröhnt das Summen.</p>
<p>Ich ziehe langsam den Rollladen hoch. Ich blicke mit von der Helligkeit des Morgens geblendeten Augen auf meine Straße. Links – nein, von da kommt nichts. Ein Anwohner versucht sein Auto trotz des drohenden Regens wieder in den glänzenden Zustand eines Neuwagens zu bringen. Er geht der typischen Beschäftigung eines Deutschen am Wochenende nach. Zum Glück verbietet die Kälte des herannahenden Winter, dass diese Aktion in typischer „Arbeitskleidung“ passiert – Feinripp-Unterhemd und Bermudas, knielange Strümpfe in Sandalen. Aber mit Schwamm und Eimer ist er fast unhörbar.</p>
<p>Rechts – auch hier nichts. Ein paar Kinder spielen Himmel und Hölle, zur Abwechslung mal schön leise, ganz ohne Geplärre oder lauten Streit um die Regeln. Fast könnte man von einer kleinbürgerlichen Idylle sprechen, aber dann höre ich wieder das Geräusch, mein Blick fällt in die von meinen Ohren geschätzte Richtung der Lärmquelle – nach unten.</p>
<p>Unten sorgt ein Nachbar für Ordnung. Die vielen Blätter auf dem Bürgersteig, die der Herbst beschert hat, haben auch wirklich gestört. Fast wäre ich gestern auf ihnen ausgerutscht und hatte schon daran gedacht, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Aber nun ist mir der Nachbar zuvorgekommen.</p>
<p>Leider hat auch bei diesem Nachbarn die Technik Einzug gehalten. Die Methode mit Besen und Rechen ist absolut out. „Wir leben schließlich im 21. Jahrhundert“, würde er sagen. Mein Nachbar „fegt“ die Blätter natürlich mit der Kraft des Windes zusammen, er besitzt einen Laubsauger. Laubsauger sind schließlich nichts Ungewöhnliches bei der professionellen Straßenreinigung. Zuerst werden mit kleinen, mobilen Gebläsen die Blätter zusammengeblasen, um Sie dann mit einem überdimensionalen Sauger – montiert auf einen LKW – einfach wegzusaugen.</p>
<p>Mein Nachbar hält nun die Kompakt-All-in-One-Version in den Händen. Das Gerät kann sowohl Blätter zusammenpusten als auch in einen ansteckbaren Sack hineinsaugen. Natürlich ist dazu Leistung wichtig und genau die haben diese Dinger für den Heimkehrer nicht. Sie machen zwar einen Höllenlärm, um Anwohner aus dem Schlaf zu reißen, und gaukeln Leistung vor, aber heraus kommt nur heiße Luft und geweckte Anwohner. Ganz ähnlich dem Kettenraucher, der Qualm ausatmend behauptet, die 100 Meter Sprint in 11 Sekunden bewältigen zu können, nur eben gerade nicht, diese alte Verletzung&#8230;</p>
<p>Ich beobachte den Nachbarn, wie er ganze 10 Meter Gehweg in rekordverdächtigen 10 Minuten schafft. Dabei steht im der Schweiß auf der Stirn als habe er jedes Blatt einzeln aufgehoben. Das Gerät ist eben auch nicht gerade leicht. Der Anblick entschädigt mich fast für das unsanfte Wecken. Weitere 10 Minuten vergehen aber der Nachbar ist kaum weitergekommen. Der einsetzende Regen hat die Blätter auf die Gehwegplatten geklebt. Der Sauger hat jetzt überhaupt keine Chance mehr. Da hilft wohl nur noch der Besen.</p>
<p>Viel Mitleid habe ich nicht für ihn. Die 15 Meter Gehweg vor dem Haus hätte ich mit einem Besen in weniger als 10 Minuten von allen Blättern befreit. Und das ohne irgendwen zu stören, egal wobei. Mehr Mitleid habe ich mit dem Autoputzer, die Arbeit war wohl vergebens.</p>
<p>Ich lasse zufrieden den Rollladen wieder herunter und taste mich durch das dunkle Zimmer in Richtung Bett. Als ich endlich liege, fällt mir ein, dass ich die Heizung hätte andrehen können. Aber wozu? Im Bett ist es noch warm und beim Nachdenken fallen mir auch wieder die Augen zu und ich träume von einem Nachbarn, der Blätter mit einem ganz normalen Besen ohne technischen Firlefanz zusammenkehrt.</p>
<p><em>(Genaues Datum unbekannt)</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Halbes Buch für Zweifuffzig?</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2005 15:03:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kaesper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archivierte Kolumnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Stephen Kings Versuch ist gescheitert. King veröffentlichte ein Buch im Internet Kapitel für Kapitel. Das nächste Kapitel sollte nur erscheinen, wenn genug Freiwillige für die Lektüre bezahlen würden. Leider stand es mit der Zahlungsmoral nicht zum Besten. Zum Schluss sollen angeblich weniger als 50% der Leser bezahlt haben. Zu wenig für King, der schließlich von]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stephen Kings Versuch ist gescheitert. King veröffentlichte ein Buch im Internet Kapitel für Kapitel. Das nächste Kapitel sollte nur erscheinen, wenn genug Freiwillige für die Lektüre bezahlen würden.</p>
<p>Leider stand es mit der Zahlungsmoral nicht zum Besten. Zum Schluss sollen angeblich weniger als 50% der Leser bezahlt haben. Zu wenig für King, der schließlich von den Einnahmen leben muss.<br />
<span id="more-6"></span><br />
Ein wenig blauäugig war der Versuch indes schon. Am Anfang hat es ja auch noch gut geklappt, aber mit jedem Kapitel nahm die Zahl der zahlenden Leser ab. Wie hätte King denn auch mit so etwas rechnen können? Das ist Internet ist doch auch sonst gar nicht der Ort, an dem kostenlos angebotene Dinge reißenden Absatz finden und bis zum bitteren Ende ausgenutzt werden.</p>
<p>Der Dumme ist wieder mal der ehrliche Leser, der brav seinen Obolus geleistet hat und nun mit einem halben Buch dasteht. Schließlich haben die Leser ja nicht nur für die einzelnen Kapitel bezahlt, sondern auch in der Hoffnung, am Ende das komplette Buch in Händen oder auf der Festplatte zu halten.</p>
<p>In den USA, dem Land der unbegrenzten Klage-Möglichkeiten müsste es doch machbar sein, King auf die Veröffentlichung der übrigen Kapitel zu verklagen. Mal ganz abgesehen von der seelischen Grausamkeit seiner Tat, denn der geneigte Leser will sicherlich wissen, wie das Buch endet. Ein halbes Buch ohne Ende macht nur wenig Sinn. Aber vielleicht regt es ja wenigstens die Phantasie der Leser an.</p>
<p><em> (Genaues Datum unbekannt)</em></p>
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		<title>Mit dem Handy unterm Weihnachtsbaum</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2005 16:01:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kaesper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Just in diesem Moment flattert die Werbung für www.handyadventskalender.de auf meinen Tisch. Lässt man sich dort ab dem ersten Dezember registrieren, erhält man täglich weihnachtliche Grüße, Logos und Klingelmelodien auf das Handy. Welche Freude da allmorgendlich beim Check des Handys herrschen wird: Was ist es heute, ein neuer Klingelton oder ein Logo? Nein, heute bloß]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Just in diesem Moment flattert die Werbung für www.handyadventskalender.de auf meinen Tisch. Lässt man sich dort ab dem ersten Dezember registrieren, erhält man täglich weihnachtliche Grüße, Logos und Klingelmelodien auf das Handy.<br />
<span id="more-5"></span><br />
Welche Freude da allmorgendlich beim Check des Handys herrschen wird: Was ist es heute, ein neuer Klingelton oder ein Logo? Nein, heute bloß ein witzig gemeinter Spruch. Nicht so toll &#8211; aber bis Heilig Abend ist ja noch Zeit. Morgen gibt es bestimmt etwas besseres.</p>
<p>So manch ein Handybesitzer wird sicherlich die Chance ergreifen, und sich anmelden, damit das mobile Klingelmonster wenigstens zu irgendetwas nütze ist, wenn sonst gilt: „Kein Schwein ruft mich an&#8230;“</p>
<p>Nun nerven die kleinen Gesellen nicht mehr nur mit einer fast unerkennbaren Fassung von Beethovens Neunter, sondern auch noch mit „Jingle Bells“ und „Oh du fröhliche.“ Dabei war das Handy einer der letzten Bastionen gegen die (vor-) weihnachtliche Dröhnung. Nichts konnte einen Bummel über den Weihnachtsmarkt so sehr stören wie ein einfallslos klingelndes Handy. Aber nun fällt es in der weihnachtlichen Klangwelt kaum noch auf, schließlich dringt aus jedem verfügbaren Lautsprecher in der City nichts anderes, wenn auch in besserer Qualität. Die kleinen Biester sind extrem anpassungsfähig.</p>
<p>Und natürlich eignet sich die Klingeltonsammlung auch ausgezeichnet für den Heiligen Abend. Nun holt Vater nicht mehr die Gitarre hervor, die Tochter reinigt nicht mehr ihre Blockflöte von der Spucke des letzten Jahres und Mutter ölt auch nicht mehr ihre Stimme, sondern die versammelte Familie zückt ihre Handys und stellt „Leise rieselt der Schnee“ als Klingelmelodie ein.</p>
<p><em>(Genaues Datum unbekannt)</em></p>
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